Das ist uns heute wichtig

Raus aufs Land

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Ende August war es schwarz auf weiss im BLICK zu lesen: Die Plattform ImmoScout24 registrierte 62 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. Die Suchkriterien Balkon, Terrasse, Garten stiegen dabei um 30 Prozent. Das zeigt deutlich, wo die Sehnsüchte liegen: Wohnungen, Häuser mit Umschwung in Regionen abseits der dichten Zentren. Die Prioritäten haben sich spätestens seit Corona verändert. Selbst, wer es immer gerne städtisch mochte zieht es jetzt in die Natur und hört sich auf einmal von Gartenarbeit und Kräuterbeeten schwärmen. Die grosse Fernreise war gestern, heute verbringen wir deutlich mehr Zeit zu Hause.

Und seit Anfang der Woche gilt auch erneut die Empfehlung vom Bund möglichst aus dem HomeOffice heraus zu arbeiten. So suchen wir nicht nur Umschwung, sondern auch mehr Wohnfläche. Denn um konzentriert arbeiten zu können, soll es schliesslich mehr sein, als der Laptop am Küchentisch. Neben mehr gefühlter Sicherheit, findet man für die selbe Kaufsumme auch meist mehr Haus oder Wohnung auf dem Land als in in der Stadt. Auch das macht das Leben auf dem Land für viele attraktiver.

Es bleibt die spannende Frage, ob der wahrnehmbare Trend zum Leben auf dem Land anhält oder wieder abnehmen wird, wenn die Krise überstanden ist. Denn wer sich einmal historisch mit dem Thema Landleben beschäftigt, der weiss, dass Krisen das Bild der ländlichen Idylle fördern. Ist die Krise vorbei, nimmt die Anziehungskraft auch wieder ab. Dieses Mal könnte es anders kommen. Denn ein schnelles Ende ist wohl nicht in Sicht und wir spüren, unsere Welt ist anfälliger geworden. So könnte die Bedeutung des Landlebens gegenüber Zentren nachhaltig an Bedeutung gewinnen. Wir werden es beobachten.
Ach ja, und wussten Sie, dass wer zwischen Wäldern, Wiesen aufwächst und viel Zeit in der Natur verbringt deutlich seltener psychisch erkrankt? Und zwar bis zu 55 Prozent weniger. Das ergab eine Studie der Universität Aarhus (Dänemark).

Noch ein guter Grund, sich einmal auf dem Land umzusehen.